Unser alljährlicher Fototreff, zu dem manche schon allein wegen dem leckeren Kuchenangebot kommen, hatte besseres zu bieten. Auch unter pen3.de zu finden, ist unser heutiger Vortragsredner. Wir bekommen einen Einblick in die Makrofotografie und speziell in das Focus-Stacking. Von der erforderlichen Ausrüstung über die Verfahrensweise bis hin zur Ausarbeitung in PS, gibt es einen umfassenden Eindruck. Ein Augenschmaus bester Güte dann die Bilderschau von kleinen Insekten in Leinwandgröße, von Blüten und auch Landschaft ist zu sehen.

Frank Rückert sagt von sich, sein Schwerpunkt läge auf der Photographie aus nächster Nähe, der Makrofotografie. Wer auf seine Homepage pen3.de schaut, wird aber eines Besseren belehrt, alle denkbaren und modernen Fotothemen sind zu finden. Zwar schilderte Frank Rückert sein Fotoschaffen allein aus der Perspektive von Olympuskameras und entsprechenden Objektiven, die Idee und das Vorgehen ist aber auch übertragbar auf andere Kamerahersteller. Großer Vorteil der Olympusreihe ist die speziell eingebaute Funktion für das Stacking. Für andere Kameras wie Nikon oder Canon ist Remote Software wie z.B. von Helikon oder Zerene zu haben. Damit ist ebenfalls ein automatisches Stacking möglich. Um den Stapel an Dateien dann zu einem Bild zusammen zu setzen kann Photoshop ab Version 5 und die zuvor benannten Programme helfen.

Im Nachgang versuchte ich die errungene Erkenntnis in mein Handlungsmuster zu übertragen und dabei stieß ich auf ein paar allgemeine Gedanken zum Thema Schärfentiefe im Bezug auf unsere modernen Kameras. Scheinbar ist Focus Stacking eine Antwort auf fehlende Schärfentiefe, verursacht durch die immer höheren Mega-Pixel-Zahlen auf den Sensoren. Je nach Sensorgröße setzt die Beugung immer früher ein. Blenden von 16, 22, 32 und 64 sind heute im digitalen Fotozeitalter kaum mehr in der Foto-Praxis verwendbar. Vollformatkameras sind davon besonders betroffen, kleinere Chips erzeugen von Haus aus eine größere Tiefenschärfe. Beim Smartfon etwa, ist immer alles bis hinten scharf. Beugungsunschärfe bei Vollformatkameras wird etwa bei Blende 8 bis11 sichtbar, bei ganz großen Sensoren auch bereits schon ab Blende 5,6. Wirklich scharfe Bilder kann man (ohne extremes manuelles Nachschärfen) nur mit maximal jeweils dieser Beugungsgrenze als Blende erzielen. Bei Verwendung von Zwischenringen oder einem Balgengerät in der Makrofotografie  sinkt die Beugungsgrenze noch deutlich weiter ab. Meine Erkenntnis bestand nun darin diese Technik auch bei Landschaftsaufnahmen, bei denen es zu Verlusten in der Tiefenschärfe kommt, anzuwenden. Auch hier kann das Stacking ausgleichend angewendet werden, vielleicht sogar mit Aufnahmen aus der Hand. Aber sicher mit viel weniger Aufwand als im Macrobereich. Wahrscheinlich reichen bereits 5 oder 6 Aufnahmen bei Blende 8. Später im Photoshop dann alle Bilder als Ebenen in ein Bild einfügen. Mit der Funktion Ausrichten die Objekte kongruent stellen und mit der Funktion Überblenden zu einem von vor bis hinten scharfen Bild zusammenfügen. 

 

Faszinierende Einblicke in die Natur, Fotos mit beeindruckender Schärfe - das ist die Spezialität von Frank Rückert.

Sein Vortrag über Macro-Stacking wird am Samstag, 25.03. 2017 im Hamburg-Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg im Kleinen Saal stattfinden.

Im ersten Teil wird Frank uns erklären, wie der technische Ablauf gelingt, in der Pause gibt es bei Kaffee und Kuchen und Zeit zum Fachsimpeln und Klönen.

Im zweiten Teil zeigt er uns Fotos zum Genießen.

Wie immer, nicht vergessen, Kuchen bitte mitbringen.

Gäste sind herzlich willkommen, Nicht-DVF-Mitglieder zahlen 5 € Eintritt.

 

Traute Scheuermann



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